Seit 19 Jahren maximale Sicherheit

Der Beamer 3 light ist ein vollwertiger Beamer 3 – dank gewichtsreduzierter Materialien ist er jedoch mehr als 400 Gramm leichter. Neben dem Gewicht ist auch das Volumen geringer. Mit 1370 Gramm ist der Beamer 3 light einer der leichtesten steuerbaren Rettungsgeräte.

Beamer 3 light

 

Die Top-Vier der Beamer 3 light Eigenschaften

Schnelles Öffnen

Beamer 3 light

Das wichtigste aller Kriterien ist die Öffnungszeit des Rettungsschirms. Muss der Retter in geringer Höhe geworfen werden – und das kommt weitaus am häufigsten vor –, kann eine Sekunde den entscheidenden Unterschied machen. Durch die besondere Form und die spezielle Falttechnik öffnet sich der Beamer 3 light bis zu 50% schneller als herkömmliche Rundkappen-Notschirme. Der Beamer 3 light erzielte im EN-Test Rekordwerte.

Anleitungen
Betriebsanleitung (PDF) download
Owner’s Manual (PDF) download
Manuel Utilisateur (PDF) download
Manual (PDF) download


Beamer 3 Sinkrate

Beamer 3 light

Niedrige Sinkgeschwindigkeit

Ist der Retter offen und mit dem Gleitschirm in einer stabilen Fluglage, ist das nächstwichtige Kriterium die Sinkgeschwindigkeit. Durch die geringe Flächenbelastung und die leichte Vorwärtsfahrt bleiben die Beamer 3 light Sinkwerte unerreicht tief. Die EN-Zulassungsstelle bestätigt einen Sinkwert von 3,9 m/s bei der Maximallast von 130 kg im getrennten Zustand (ohne die zusätzliche Bremswirkung des Gleitschirms). Im verbundenen Zustand reduzieren sich die Sinkwerte nochmals deutlich auf unter 3m/s.

Stabiler Flug

Bei der Entwicklung unserer Rogallos legen wir das Hauptaugenmerk auf den verbundenen Zustand. Nach der Notschirmöffnung wird der Gleitschirm nicht abgetrennt (häufigster Ernstfall). Hier spielt der Beamer 3 light seine Trümpfe voll aus. Nach der schnellen Öffnung übernimmt der Beamer 3 light rasch das Kommando. Er geht in eine langsame Vorwärtsfahrt über und lässt sich vom Gleitschirm nicht aus der Ruhe bringen. Seine Stabilität erreicht der Beamer 3 light unter anderem durch eine tiefe Flächenbelastung.
Als spezielles Feature haben wir die von uns entwickelte und beim Beamer 2 erfolgreich angewandte angebremste Öffnungsstellung des Segels gewählt. Diese weist noch wenig Vorwärtsfahrt auf und kommt dem Wunsch vieler Piloten entgegen – die Vorteile eines senkrecht sinkenden Rundkappenschirms plus die Vorteile eines vorwärts steuerbaren Rogallos. Etwa bei einer Öffnung nahe einer Felswand oder bei starkem Wind sinkt der Beamer vorerst nahezu senkrecht. Erst das Betätigen der Steuerleinen löst die gewünschte Vorwärtsfahrt des Rogallo-Retters aus. Hat der Pilot die nötige Höhe über Grund, kann er den Beamer 3 light von einer Gefahrenzone (z.B. Felsen, Wasser, Gebäude) wegbewegen.
Die angebremste Öffnungsstellung entfaltet automatisch eine weitere wichtige Wirkung: Der sogenannte Downplane Effekt wird wirksam verhindert. Diese Scherenstellung zwischen Hauptschirm und Retter entsteht (auch bei Rundkappen), wenn beide Schirme auf Grund ihrer Vorwärtsfahrt auf die Nase gehen und nach unten ziehen. Dies erhöht die Sinkgeschwindigkeit deutlich und das Verletzungsrisiko steigt drastisch. Die Vorbremsung des Beamer 3 light und seine grosse Fläche wirken dem entgegen: die angebremste Rogallo Fläche kann gar nicht erst beschleunigen.

Beamer 3 light

Beamer 3 light

Steuern und vorwärts fliegen – des Beamers Kür!

Gleitschirm im Schlepptau: In realen Situationen liegt bei einem Retterwurf in den meisten Fällen ein massives Problem mit dem Gleitschirm vor. In vielen Fällen ist das Segel bereits während und auch nach der Öffnung eingeklappt und somit am Fliegen gehindert. Hier wird der Abstieg am Beamer 3 light zum reinsten Genuss. Das Gerät reagiert verzögerungsfrei auf Steuerimpulse und sinkt so am langsamsten. Bei simulierten Retterwürfen, in Sicherheitstrainings, bei denen der Hauptschirm ungestört fliegt, kann dieser das Sinkverhalten der Rogallo- oder Rundkappenrettung beeinträchtigen. Öffnet sich der Gleitschirm während des Notschirmabstiegs, kann er leicht am Fliegen gehindert werden, etwa mittels eines B-Stalls oder Einholen des Schirms. Dadurch verbessert sich die Steuerbarkeit deutlich. Unzählige Beispiele aus der Praxis bestätigen das unproblematische Flugverhalten aller Beamer in jeder möglichen Fluglage.
Gleitschirm abhängen: Piloten mit Schnelltrennsystemen kommen in den vollen Genuss der Beamer 3 light Eigenschaften. Die Gleitleistung verdoppelt sich bei leicht erhöhter Sinkfahrt. Schnelltrennkarabiner machen vor allem im Wettkampfsport (erhöhtes Kollisionsrisiko) oder im Acro-Bereich Sinn. Geeignete Kappmesser, gesichert an einer langen Gummileine, erfüllen in einer Notsituation den gleichen Zweck.

 

Fragen und Antworten

Hier findest du die am häufigsten gestellten Fragen und ihre Antwort.

Findet der Beamer in jedem Gurtzeug- oder Frontcontainer Platz?
Kann ich mit dem Beamer 3 an einem Sicherheitstraining über Wasser teilnehmen?
Muss ich meinen Hauptschirm bei Öffnung des steuerbaren Notschirms abtrennen?
Wie verhält sich der Beamer nach der Öffnung ohne Eingreifen des Piloten?
Kann ich meine Rogallo-Rettung auch ohne abtrennen steuern?
Was geschieht, wenn sich Notschirm und Gleitschirm verheddern?
Ist es komplizierter, den Beamer 3 zu falten?
Kann ich mit Abfluggewicht 70 kg den Beamer 2 auch brauchen?
Lässt sich der Beamer auch noch mit eingetwisteten Tragegurten steuern?

Pilotenstatements

Hier findest du eine kleine Zusammenstellung aus unzähligen Feedbacks

 

Beamer 3 Beamer 3 Light
- Small neu Light Light Small neu
Max. Anhängegewicht 130 kg 90 (100)* kg 130 kg 90 (100)* kg
Fläche ausgelegt 41.75 m2 35.47 m2 41.75 m2 35.47 m2
Gewicht 1785 g 1590 g 1370 g 1180 g
Gewicht inkl. Innencontainer 1835 g 1640 g 1420 g 1230 g
Gewicht Gurtverlängerung für
Frontcontainer Aufhängung
20 g 20 g 20 g 20 g
Gewicht im getrennten
Zustand (anl. EN Test)
—-Sinkrate bei 130kg
—-Sinkrate bei 100kg
-
-

3.8 m/sec
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3.7 m/sec
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3.8 m/sec
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3.7 m/sec
Öffnungszeit (anl. EN Test) 2 sec 2 sec 2 sec 2 sec
Volumenwert 4959 ccm 4432 ccm 3837 ccm 3324 ccm
Anzahl Segelbahnen 18 16 18 16
Anzahl Mittelleinen 9×2 8×2 9×2 8×2
Nummer der Musterprüfung EP/RG 073.2013 EP/RG 102.2013 EP/RG 101.2013 EP/RG 104.2013
Angewandte Prüfrichtlinien/Normen EN 12491:2001 / 2.DV
LuftGerPV §1, Nr.7c
EN 12491:2001 / 2.DV
LuftGerPV §1, Nr.7c
EN 12491:2001 / 2.DV
LuftGerPV §1, Nr.7c
EN 12491:2001 / 2.DV
LuftGerPV §1, Nr.7c

(*) Erweiterter Gewichtsbereich

Obwohl der Praxistest nach EN/LTF bei 100 Kg mit 3,7 m/sec gemessen wurde, weisen wir aufgrund unserer eigenen Erfahrung darauf hin, dass hochbelastete sowohl Rogallos als auch herkömmliche Rettungssysteme im verbundenen Zustand mit dem Gleitschirm zu Spiegelstellungen oder sogenannten Down Plane Situationen führen können. Dies ist vor allem bei sehr stabilen und klappsicheren Schulungsgeräten oder bei absolut ruhigen Bedingungen wie z.B. bei Trainingsöffnungen über Wasser der Fall. Die Praxistests nach EN/LTF Prüfrichtlinien/Normen erfolgen immer im getrennten Zustand, also ohne den störenden Gleitschirm. Bei der Entwicklung unserer Rogallo-Rettungsschirme legen wir grossen Wert auf volle Funktionalität, vor allem im verbundenen Zustand oder ohne Trennung des Gleitschirms.

Trotz positiven Praxistests mit über 100kg empfehlen wir den erweiterten Gewichtsbereich nur für bereits erfahrene „Rogallo-Piloten“ oder in Kombination mit einem Trennsystem.